Das schlimmste für eine Region ist die Abwanderung der jungen Generation.Mit den Menschen geht auch die Zukunft vieler Kommunen. Gerade im Landkreis Mansfeld-Südharz ist dies sehr zu spüren. Während der Saalekreis wegen der Nähe zu den Großstädten Halle und Leipzig wirtschaftlich etwas profitiert, ist der äußerste Westen von Sachsen Anhalt mehr oder weniger auf sich allein gestellt.

Ich gehöre zu einer Generation die zu großen Teilen abwandern musste. Nicht weil sie es wollte, sondern weil sie wenige Alternativen dazu hatte. Das große Problem was sich daraus ergibt ist, dass mit der Jugend auch die Zukunft einer Region geht.

Wie schafft man aber die ökonomischen Voraussetzungen um die Abwanderung zu stoppen?

Da der Wahlkreis 74 über viel Freifläche verfügt, bietet sich der weitere Ausbau von regenerativen Energiesystemen gerade zu an. Auch stehen Gewerbeparks schon seit langem ungenutzt zu Verfügung. Diese könnten auch zur Energiegewinnung genutzt werden.

Der Fortschritt auf dem Gebiet der alternativen Energiegewinnung schafft neue Möglichkeiten für eine Region, wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.   Hauptsächlich denke ich da an Wind- und Solarenergieanlagen. In den letzten Jahrzehnen wurde die Stromausbeute der neune Technologien immer höher, damit einhergehend stellt sich immer mehr die Frage der Speicherung des Stroms. Eine Möglichkeit die Speicherlücken zu schließen, ist der Einsatz von Hybridkraftwerken.

Was sind Hybridkraftwerke?

Kurz um, mit überschüssigen Strom wird zunächst Wasserstoff/Methan produziert, dass man effektiv speichern kann und später wieder umwandelt. Das hat den Vorteil in Windpausen, das produzierte Gas verbrennen zu können, um dann Energie zugewinnen, das von den Hybridkraftwerken in die Netze eingespeist werden kann.

Aber Kern des Ganzen soll sein, die Gewinnung des Stroms in öffentliche Hand zulegen. Dies bedeutet, dass die Kommunen und die Stadtwerke den Strom produzieren und keinen multinationalen Konzerne. Wichtig ist, dass das gewonnene Kapital durch natürliche Ressourcen in den Regionen bleibt.

Aber es geht nicht primär darum, frisches Geld in die Kassen der Kommunen zu spülen. Ziel ist es ansässigen Unternehmen vergünstigten Strom anzubieten oder diesen zu subventionieren. Chinas Wettbewerbsvorteil liegt nicht allein in den günstigen Arbeitskräften, sondern auch in der staatlichen Bereitstellung von billiger Energie. Für z.B. Firmen aus der Metallbearbeitung ist dies, ein nicht zu unterschätzender Ansiedlungsfaktor.

Nicht zu letzt würden auch Standorte und Unternehmen wie Leuna, Buna, MKM, Klemme usw. davon profitieren und zukünftig Arbeitsplätze sichern.

Wie Umsetzen?

Die Umsetzung soll durch günstige Kredite über die KFW, den Bund usw. finanziert werden. Zu betonen ist auch, dass es sich bei der Umsetzung dieses Konzeptvorschlages, um ein Generationsprojekt handelt.

Leider geht dieses Vorhaben nur mit genug Eigeninitiative der Bevölkerung, da ohne öffentlichen Druck die Energiemonopolisten wohl kaum eine solche kommunale und dezentrale Energiegewinnung zulassen würden. Denn es würde diese Konzerne überflüssig machen. Auch wird solch ein Anliegen unter einer CDU/CSU und FDP geführte Regierung nie umzusetzen sein.

Aber es ist nur ein Vorschlag der diskutiert werden kann und Raum für neu Ansätze bitten soll.

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